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Was Ebersberg bewegt

Liebe Ebersbergerinnen und Ebersberger,

das Bebauungsplanverfahren für das Baugebiet Friedeneiche VIII am westlichen Stadtrand beschäftigt uns ja schon seit 2016. Inzwischen sind die größten Aufgaben abgearbeitet, die letzten Notwendigkeiten absehbar. Für mich ein guter Zeitpunkt, um Ihnen einen Einblick in die jüngere Entwicklung des Projektes und einen Ausblick auf den nun bevorstehenden Planungsendspurt zu geben.
Wie gesetzlich vorgeschrieben, wurde der Bebauungsplanentwurf Nr. 200 – Friedenseiche VIII vom 12. März 2020 an öffentlich ausgelegt. Sieben Tage später war eine Veranstaltung zur öffentlichen Darlegung geplant, diese musste aufgrund der damals neuen Infektionsschutzbestimmungen abgesagt werden. Stattdessen wurde die Auslegungsfrist des Bebauungsplanes bis zum 2. Juni 2020 verlängert.
Seit meinem Amtsantritt im Mai 2020 konnten wir hochkomplexe technische Details lösen und uns intensiv mit Planern und Behörden abstimmen. Nach der Auslegung hatte die Bauabteilung außerdem mehr als 200 Einwendungen zu bearbeiten und fachlich zu beurteilen, durch die Planungsänderungen nötig wurden. Die Corona-Regeln erschwerten die Arbeit – auch im Rathaus blieben wir vom Coronavirus nicht verschont, einige Kolleginnen und Kollegen fielen leider wegen einer Infektion oder Quarantäne für mehrere Wochen aus.
Im November 2020 führte die Stadt Ebersberg zum ersten Mal eine Onlineveranstaltung mit großer Bürgerbeteiligung erfolgreich durch. In der Folge befassten sich die Fraktionen, der Technische Ausschuss sowie der Stadtrat mit den notwendigen tiefgreifenden Änderungen des Planungskonzeptes. In der Verwaltung konnten wir mit den beteiligten Wohnungsbaugenossenschaften Ebersberg und Wasserburg die Frage einer gemeinschaftlichen Tiefgarage lösen. Ein Großteil der benötigten Stellplätze werden nun unterirdisch entstehen, dringend benötigte oberirdische Stellplätze für einige Sozialwohnungen, Pflegedienste usw. bleiben aber erhalten.
Durch eine Drehung der Blöcke im Süden schafften wir eine neue Fußwegsituation durch das Quartier, wodurch wir im Einvernehmen mit den Anwohnern Gerichtsverfahren abwendeten, da ein erheblicher Teil an Einwendungen entfiel. Zum Glück konnten wir dabei alle geplanten Wohnungen und Grundstücke erhalten!
Nach langwieriger, intensiver Suche fand sich endlich Anfang März 2021 für die Feldlerchen, die auf den Wiesen des zukünftigen Baugebietes leben, ein passendes Ersatzhabitat. Solange es keine Lösung für die Umsiedelung dieser vom Aussterben bedrohten Vogelart gab, war ein Bebauungsplan rechtlich nicht möglich.
Am 9. März 2021 änderte der Technische Ausschuss den Bebauungsplanentwurf mit 9:2 Stimmen zugunsten einer Mischvariante „b/c“. In der gleichen Sitzung billigte er den gesamten Bebauungsplanentwurf mit 11:0 Stimmen und beschloss die Wiederholung der öffentlichen Auslegung für 30 Tage. Dazu werden derzeit die Planunterlagen überarbeitet. Außerdem muss ein Schallschutzgutachten erstellt werden, um die Auswirkungen des hinzukommenden Verkehrs auf den Bestand zu untersuchen. Sollte es zu keinen wesentlichen Einwendungen mehr kommen, kann der Entwurf als Satzung beschlossen und das Verfahren noch im Sommer 2021 abgeschlossen werden.
Wenn uns alles gewogen ist, erfolgen bis Frühjahr 2022 die Erschließungsarbeiten und die Vergabe der Grundstücke.

Herzlichst Ihr

Ulrich Proske
Erster Bürgermeister

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